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Berlinsko okno

Ilić, Saša.

186 ilic oknoIlić verfasste diesen Roman, als er sich als Stipendiat des Literarischen Colloquiums Berlin (LCB) in der deutschen Hauptstadt aufhielt. Das Buch handelt von der Suche nach einem Menschen, der in den Wirren des Jugoslawienkriegs verschwunden ist und der stellvertretend für alle in den Kriegswirren der 1990er Verschwundenen steht. Auf ihrer Suche bewegen sich die Protagonisten hauptsächlich mit der U-Bahn durch den Untergrund Berlins, wobei ihr Blick immer wieder auf das sogenannte „Berliner Fenster“, das Nachrichtenprogramm in der U-Bahn, fällt. Der Titel des Romans („okno“ bedeutet auf Deutsch „Fenster“, aber auch „Schacht“) verweist jedoch auch auf den Schacht, in den man auf der Suche nach Informationen über die Verschwundenen buchstäblich vordringen muss und der auch als Gedächtnis interpretiert werden kann. Berlinsko okno ist also ein Berlinroman und zugleich ein Roman über Erinnerungskultur.

Der Roman Berlinsko okno von Saša Ilić ist in mazedonischer Übersetzung (Leseprobe) von Vladimir Jankovski unter dem Titel Берлинско окно beim Verlag Goten, Skopje und in deutscher Übersetzung (Leseprobe) von Elvira Veselinović unter dem Titel Das Berliner Fenster beim eta Verlag, Berlin erschienen.

Interview zum Buch: Novinki
Rezension: Online-Magazin Plastelin 

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