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Ahmeti, Mimoza

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1963 als Tochter eines Pädagogen in der nordalbanischen Stadt Kruja geboren. Bereits in den Jahren vor dem Zusammenbruch des kommunistischen Systems veröffentlichte sie Gedichte, die an die Grenzen des von der Kunstdoktrin des Sozialistischen Realismus und oft darüber hinaus gingen.

Ihre für albanische Verhältnisse ungewöhnliche Radikalität im künstlerischen Anspruch behielt sie auch nach der Wende bei. Leidenschaftlich, manchmal enragiert, aber stets souverän setzt sie sich mit den Traumata, Tabus und Komplexen der albanischen Gesellschaft auseinander. Sie ist nicht nur als Schriftstellerin, sondern auch in anderen Genres tätig, als Malerin und als Sängerin, die es mit dem Vortrag selbstverfasster Lieder zu einiger Popularität gebracht hat. Durch ihr unkonventionelles Auftreten und ihren in der traditionell (und patriarchalisch) geprägten Gesellschaft in Albanien als extravagant empfundenen Lebens- und Schaffensstil, vor allem auch die selbstverständliche Inanspruchnahme individueller Frauenrechte war sie immer wieder Anfechtungen ausgesetzt, die sie nicht unbeeindruckt ließen. Eine tiefe psychische und künstlerische Krise hat sie in dem Roman „Gruaja halucinante" (Die halluzinierende Frau) verarbeitet.

Mimoza Ahmeti hat eine ganze Reihe von Gedichtbänden veröffentlicht, zuletzt „Delirium" und „Pjalmimi i luleve" (Blütenstaub), dazu Kurzprosa und einen weiteren Roman: „Arkitrau" (Architraph). Mimoza Ahmeti lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern.

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